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Diese
Zusammenfassung kann ruhig etwas knapper
ausfallen als sonst. Denn eigentlich gibt es
nicht viel Neues zu berichten von der Fortuna.
Die Verletztenliste nimmt nicht ab, denn immer,
wenn ein Spieler ins Team zurück kehrt, meldet
sich ein anderer ab, man könnte meinen, da wäre
eine Art Rotation eingerichtet worden, um die
medizinische Abteilung bei Brot und Laune zu
halten. Und auch die vergangenen vier Spiele
kamen einem in dem ein oder anderen Detail ihres
Ablaufs doch merkwürdig bekannt vor, sodass die
einfallslosen Überschriften niemanden sonderlich
verblüffen dürften. Aber auch solche Spiele
wollen gespielt sein, damit man darüber
berichten kann. Also bittschön – los geht`s.
Alles wie
immer I
Am 27.09.2008
erschien das punktegleiche RW Erfurt zum
Verfolgerduell in der LTU-Arena. Und mit einem
nie gefährdeten 3:0-Erfolg vor 11.000 Zuschauern
schaffte die Fortuna den Sprung auf den dritten
Platz der Tabelle.
Nicht, dass dies
etwas Außergewöhnliches gewesen wäre. In der
vierten Saison nacheinander war dies der vierte
Heimsieg gegen Erfurt, wobei die Gäste aus
Thüringen mit jeder Partie weniger zu bestellen
haben. Fiel beim ersten Heimspiel gegen Erfurt
der Siegtreffer zum 3:2 erst durch sehr
umstrittenen Elfmeter in der 90. Minute, so gab
es beim zweiten 3:2 schon erheblich weniger
Mühe, in der letzten Saison stand nach knapp
einer Stunde der 2:0-Sieg fest, diesmal gab es
um dieselbe Uhrzeit bereits das 3:0. Aber
natürlich fällt einem so etwas nicht in den
Schoß, ein bisschen was dafür tun muss man
schon. Und das taten die Fortunen recht
eindrucksvoll.
Trainer Meier
setzte im Sturm diesmal direkt auf Neuzugang
Jovanovic, der am Wochenende zuvor als Joker den
Siegtreffer in Aue erzielt hatte. Fortuna gefiel
in den Anfangsminuten mit schönem, direktem
Spiel nach vorne, besonders über links, mit
Caillas und Hergesell, gab es schöne Angriffe zu
bestaunen. In der 28.Minute kam RWE-Keper
Orlishausen noch mit den Fingerspitzen an einen
Schuss von Lawaree heran, eine Minute später
konnte er nur noch hinterher schauen: Jovanovic
spielt im Mittelfeld einen Zuckerpass in den
Lauf von Cebe, dieser, nicht im Abseits,
sprintet auf den Keeper zu, umkurvt ihn galant
und fällt anschließend nicht um, sondern schiebt
die Kugel ins leere Tor. Ein Sahne-Tor der
beiden Beteiligten, und die Führung war auch
noch völlig verdient. Von Errfurt war in der 1.
Halbzeit bis auf eine Gelegenheit für Rockenbach
da Silva nix zu sehen, während Fortuna noch die
eine oder andere Chance vergab.
Eine
Schrecksekunde gab es nach Anpfiff des zweiten
Abschnitts, als ausgerechnet Ex-Fortune Denis
Wolf nach einem Standard per Kopf nur knapp das
Ziel verfehlte (49.). Tja, als er bei uns noch
schön blond rumlief, da hat er wenigstens ab und
zu ein Kopfballtor gemacht, das sollte er sich
vor dem nächsten Gang zum Friseur mal überlegen!
Drei Minuten später durften wir auch mal so
einen Standard schießen, in dieser Saison
bislang nicht zwingend eine unserer Stärken, um
es mal diplomatisch zu formulieren. Ein scharf
geschossener Freistoß von Christ, von der linken
Seite, bestimmt 30 Meter vom Tor entfernt. Der
Ball fliegt in den Strafraum, an Freund und
Feind vorbei, vor allem an Freund, denn drei
Fortunen tauchen plötzlich vor Orlishausen auf,
keiner davon im Abseits, die Erfurter Abwehr im
Tiefschlaf. Doch auch für drei freistehende
Spieler ist der Ball zu gut, sie bekommen ihn
alle nicht. Dafür irritieren sie Orlishausen,
der nicht weiß, wie er reagieren soll, der Ball
tickt einmal auf dem Boden auf und findet seinen
Weg über den rechten Innenpfosten ins Tor, 2:0
(52.). Daraufhin spielte Fortuna die Gäste über
zehn Minuten mal richtig schwindlig, Erfurt
bekam kein Bein mehr auf den Boden, ohne ein
gegnerisches umzusäbeln, und die logische
Konsequenz folgte in der 66. Minute: es wirbelt
wieder das starke Duo des Tages, Cebe und
Jovanovic, diesmal legt Cebe unserem neuen
Stürmer die Kugel schön in den Lauf, und der
wird anschließend vom Erfurter Keeper im
Strafraum gelegt. Schiedsrichter Schempershauwe,
nicht ganz glücklich in allen Entscheidungen und
somit als „in Normalform befindlich“ zu
bezeichnen, zeigt diesmal berechtigt sofort auf
den Elfmeterpunkt. Es gibt auch keine Proteste
der Erfurter, wenn man mal davon absieht, dass
Orlishausen wutentbrannt seine gesamte
Hintermannschaft zur Sau macht. Ist doch schön,
wenn die Kommunikation auf dem Rasen
funktioniert! Anschließend wird es sogar noch
lustig: Langeneke scheitert zwar im ersten
Anlauf, Orlishausen kann abwehren, allerdings
genau auf den Elfmeterschützen zurück. Der
versucht sein Glück erneut, trifft jedoch den
Ball nicht voll. Damit wiederum hat der Keeper
nicht gerechnet, der durch dieses Schüsschen aus
Nahdistanz quasi auf dem falschen Fuß erwischt
wird, denn er hatte ja schon zur nächsten Parade
angesetzt. Irgendwie bekommt er doch noch eine
Hand an den Ball, aber dadurch biggelt er die
Kugel einem Abwehrspieler durch die Beine, der
klären wollte. Die Pille eiert erneut an den
rechten Innenpfosten und hinter die Linie, ich
weiß gar nicht, ob sie es überhaupt geschafft
hat das Netz auszubeulen. 3:0, Spiel
entschieden, und wenigstens eine Zehntelsekunde
Mitleid mit dem Erfurter Torwart, der konnte an
jenem Tag machen, was er wollte, sogar Elfmeter
halten, es ging trotzdem alles schief. Die Sache
war gegessen, Fortuna spielte die Partie locker
runter, und Trainer Meier konnte den
langzeitverletzten Kapitän Andreas Lambertz auch
in einem Heimspiel in der Schlussphase erstmals
wieder bringen.
Erfurts Trainer
Karsten Baumann nahm es in der anschließenden
Pressekonferenz locker, denn er sah eine
Steigerung bei seiner Mannschaft: „Das letzte
Mal haben wir vier Stück gekriegt, diesmal nur
drei!“ Damit meinte er das letzte
Aufeinandertreffen der beiden Teams am letzten
Spieltag im Mai, als Fortuna in Erfurt 4:0
gewann. Neben diesem schönen Beispiel für
Galgenhumor musste allerdings auch Baumann
danach zugeben, dass der Sieg auch in dieser
Höhe verdient war. Ein schöner Tag, an dem auch
ein gewisser Dusel beim Ausnutzen der Torchancen
auf unserer Seite war. Endlich mal Gurkentore
für und nicht gegen uns!
Erwähnenswert auch
noch eine Plakataktion gegen Dietmar Hopp, der
in der Woche zuvor ein wenig gejammert hatte,
dass es in einem Fußballstadion nicht nett genug
zugehen würde, was den willfährigen DFB dazu
veranlasste, einen Punktabzug für Mannschaften
in Aussicht zu stellen, deren Fans sich nicht
stilvoller Diplomatie verschrieben haben. Um das
klar zu stellen, ich persönlich habe nichts
gegen Hopp, die TSG Hoffenheim ist mir
vollständig egal und ja, auch ich denke, dass
dieser Dortmunder Honk, der ein Plakat mit dem
Konterfei von Hopp in einem Fadenkreuz hoch
hielt, nebst Unterschrift „Hasta la vista,
Hopp!“, was zumindest von jedem Jugendlichen
sofort als Zitat aus dem „Terminator“ erkannt
werden dürfte (nebst der Aktion, die in den
Filmen dann meist folgt, wenn der Gouverneur von
Kalifornien diesen Satz spricht), also dass man
diesem Typ, der angeblich 19 Jahre alt sein
soll, mal ein bisschen Ärger ans Bein hängt,
damit er versteht, wo nach allgemeinen Maßstäben
die Grenzen des guten Geschmacks, der freien
Meinungsäußerung und einer gewissen Wahrung der
Menschenwürde liegen. Aber dass man diese eine
Entgleisung zum Anlass nimmt, ernsthaft darüber
nachzudenken, Vereinen dafür Punkte im Rahmen
einer Fußballmeisterschaft abzuziehen, das ist
schon stark. Relativ kurzfristig wurde daher
deutschlandweit von den aktiven Fans eine
Plakataktion organisiert, was übrigens zur Folge
hatte, dass einige der Plakate in Hamburg und
Bremen vor dem Spiel kurzerhand verboten wurden.
Auch unsere Ultras hatten da mal etwas
vorbereitet, das einzige Plakat, das ich von
meinem Platz aus lesen konnte, fand ich gut:
„Dass dich keiner leider kann, stand wohl nicht
im Businessplan!“ Mir sind sowohl der Typ als
auch sein Verein völlig egal, natürlich ist auch
sehr viel Neid in der Diskussion, aber wenn sein
Spezl Zwanziger jetzt schon Vereinen Punkte
abziehen will, weil deren Fans nicht nett genug
reagieren, dann geht es zu weit. Solch
intelligente Häme ist in meinen Augen dagegen
genau das Richtige. Wobei man, wie gesagt, nicht
vergessen sollte, dass der Hopp jammern könnte,
wie er wollte, es würde keinen interessieren -
wenn er nicht den DFB als ausführendes Organ auf
seiner Seite hätte...
Aber diese ganze
Sachlage hat sich derzeit ja wieder ein wenig
beruhigt. Als Zückerchen hat sich der DFB kurz
darauf dafür entschieden, die Spiele der
Frauen-Fußball-WM 2011 unter anderem nach
Sinsheim zu vergeben. Ich will natürlich nicht
nachkarten, aber damals, als die Spielorte der
Männer-WM 2006 verteilt wurden, da sagte die
damals noch alleinige Halbdoppelspitze MV den
Düsseldorfern unter anderem mit der Begründung
ab, er könne keine WM-Spiele in ein Stadion
vergeben, das noch nicht mal fertig gebaut sei.
Selbiges trifft natürlich derzeit auch auf Hopps
Stadion-Projekt in Sinsheim zu, aber da ist der
DFB ganz Adenauer: „Was geht mich mein Geschwätz
von gestern an?“ Und natürlich hat die
Entscheidung nicht das Geringste damit zu tun,
dass der Sohnemann des jetzigen DFB-Präsidenten
Zwanziger hauptberuflich die
Damen-Fußball-Abteilung der TSG Hoffenheim
managt. Es ist halt nur einer dieser Zufälle,
mit denen der DFB bei solchen Entscheidungen
erstaunlich oft gesegnet ist. Da werden die nie
ein Problem mit ihrer Kasse haben, sollten sie
wirklich mal klamm sein, einfach Lotto spielen,
wer dermaßen den Zufall auf seiner Seite hat,
der ist dann sicherlich auch öfter für einen
Sechser mit Zusatzzahl gut als wir
Normalsterbliche…
Alles wie immer
II
Am 04.10.2008 kam
es dann an der Nordseeküste zum Spitzenspiel:
der aktuelle Tabellen-2. Kickers Emden gegen den
aktuellen Tabellen-3. Fortuna Düsseldorf. Das
Spiel zog 6.087 Zuschauer an, so viele hab
zumindest ich in Emden noch nie beim Fußball
gesehen. Dabei hätte man sich das Kommen sparen
können, denn der Ausgang des Spiels war von
vorne herein klar, zumindest für Freunde der
Statistik. Zum vierten Mal traten wir in Emden
an, die Bilanz bis dato: Sieg, Niederlage, Sieg.
Was darauf folgen könnte, wenn man auch dem
Fußballsport ab und zu eine gewisse
Regelmäßigkeit unterstellt, war auch für Leute,
die von Wahrscheinlichkeitsrechnung keinen
Schimmer haben, relativ leicht festzulegen.
Schade nur, dass es auch tatsächlich so kam. Und
schade auch, dass die Art und Weise der
0:1-Niederlage zuvor schon hätte festgelegt
werden können – und auch diese Festlegung wäre
eingetroffen. Fußball kann so langweilig sein!
Zunächst mal
konnte unser Trainer die Mannschaft wieder
lustig umstellen, denn neben Kastrati, Walbaum
und Palikuca fehlte nun auch einer der besten
Spieler der Vorwoche, Ranisav Jovanovic, wegen
Verletzung, er war gar nicht erst im Kader.
Allerdings gelangen auch die erneuten
Umstellungen zunächst, Fortuna hatte in der
Anfangsphase mehr vom Spiel. Es gipfelte in der
Riesenchance für Cebe, der in der 14. Minute
nach einem Pass von Olivier Caillas völlig frei
an Keeper Masuch scheiterte. Die erste
Viertelstunde auf diesem Behelfsacker ging ganz
klar an Fortuna.
Doch schon im
direkten Gegenzug war es Ramaj, der Melka aus
kurzer Distanz prüfte und damit den Auftakt für
einen Emder Sturmlauf machte. Unser Keeper
durfte sich anschließend fühlen wie zu seinen
Zeiten bei der Reserve von Mönchengladbach, so
sehr flogen im in der 1. Halbzeit die Bälle um
die Ohren. Wie in der 20. Minute, als Spahic
einen Eckball direkt aufnahm und Melka
goldrichtig stand. Oder in der 27. Minute, als
erneut Ramaj nach einer eher verunglückten
Abwehr der Fortunen den Düsseldorfer Schlussmann
zum Eingreifen zwang. Sehenswert ebenfalls ein
Fallrückzieher von Aidoo nach einer halben
Stunde, als Melka erneut die Situation im Griff
hatte, wie auch fünf Minuten später bei einem
ein Distanzschuss von Pfingsten, den er um den
Pfosten lenken konnte. Da kam der Pausenpfiff
für die Fortuna und ihre ca. 2.000 angereisten
Fans gerade richtig, denn man konnte sich so
langsam ausrechnen, wann es einschlagen würde.
So ging es mit einem doch recht glücklichen 0:0
in die Pause. Das Tempo war für meinen Geschmack
auf diesem tiefen Rasen enorm hoch, und ich
begann mich auch schon zu fragen, wie lange die
Unsrigen dies würden durchhalten können, im
Gegensatz zu den Gastgebern, die diesen Boden
gewohnt sind.
Apropos 2.000
Gästefans, das wäre noch ein Wort wert. Denn
schließlich stehen einem Gastverein nur 10% der
Tickets zu, und das Emder Stadion fasst nun mal
im Leben keine 20.000 Zuschauer, mit der Hälfte
kalkuliert man eindeutig realitätsnäher. Da aber
im Vorfeld der Partie die vorgeschriebene Anzahl
Gästekarten in der Düsseldorfer Geschäftsstelle
in Nullkommanix ausverkauft war, die Nachfrage
aber nicht nachließ, spendierten die Kickers
noch einige hundert Karten zusätzlich. Sollte
man auch mal erwähnen, wenn es denn schon
vorkommt. Die Geschäftsstelle der Fortuna
brauchte übrigens keine 90 Minuten, um auch
sämtliche zusätzlichen Tickets zu verkaufen…
Nach dem Seitenwechsel schienen sich die
Verhältnisse wieder ausgeglichener zu gestalten,
auch Fortuna spielte wieder ab und zu recht
gefällig nach vorne. So setzte sich Andreas
Lambertz in der 55. Minute in der Mitte durch,
um Caillas mit einem Pass zu bedienen, dieser
kam trotz Bedrängung durch einen Emder
Verteidiger noch zum Abschluss, aber wiederum
war Emdens Schlussmann Masuch zur Stelle und
konnte parieren.
Machen wir es nun kurz: 58. Minute, Ecke Emden
von rechts durch Tom Moosmayer, Kopfball Rudi
Zedi, 1:0.
Wir blenden kurz
auf den Mai dieses Jahres zurück. Am
viertletzten Spieltag der vergangenen Saison
traten wir im Emden und gewann nach
0:1-Rückstand noch mit 2:1. Und so fiel damals
das Tor für Emden: Ecke Emden von rechts durch
Moosmayer, Kopfball Rudi Zedi, 1:0. In der
vorletzten Saison verloren wir in Emden mit 0:1.
und so fiel damals das Tor für Emden: Ecke von
rechts (ich glaube, ausnahmsweise war es nicht
Moosmayer), die Fortuna-Abwehr bekommt den Ball
nicht weg, und ein Abwehrspieler der Kickers
zimmert den Abpraller unter die Latte. Sein
Name: Rudi Zedi.
Und so haben wir
mittlerweile neben dem Fluch des Nebenplatz 11
in Bremen auch den Fluch des Rudi Zedi am Bein.
Der Mann ist ein zwei Meter großer Skinhead, der
gerade bei Ecken im gegnerischen Strafraum beim
besten Willen nicht zu übersehen ist – trotzdem
hat er in den letzten drei Heimspielen Kickers
vs. Fortuna jeweils immer nach einer Ecke das
1:0 für Emden erzielt. Kenner der Szene wissen
natürlich, dass der Rudi fluffige sechs Jahre,
bis zum Abstieg in die Oberliga 2002, das Trikot
der Fortuna trug. Das macht es natürlich doppelt
bitter, trotzdem verstehe ich nicht, wie der in
jedem Heimspiel gegen Fortuna nahezu identische
Tore machen kann, wobei diese „Identität“
zwischen seinem Treffer im Mai und jetzt im
Oktober so groß war, dass es schon fast
lächerlich erscheint. Gemacht hat er es
trotzdem. Sein erster Treffer gegen uns war das
Goldene Tor für den Sieg, seinen zweiten konnten
wir noch umbiegen – klar, was jetzt wieder dran
war, sein Kopfball blieb die einzige Hütte, und
deshalb verloren wir im Emden wieder mal mit
0:1. Das war also alles so vorhersehbar, es war
fast schon langweilig.
Obwohl das gesamte
Spiel sicherlich nicht die Einstufung
„langweilig“ verdient hatte, ich fand es
durchaus recht flott. In der letzten
Viertelstunde warfen die Unsrigen noch einmal
alles nach vorne und hatten auch noch zwei sehr
gute Ausgleichsmöglichkeiten, wobei die Emder
Abwehr schwamm wie ihre berühmten Fischbrötchen
auf zehn Doppelkorn zum Mittagessen – es war ein
schmerzlicher Anblick dessen, was eventuell
möglich gewesen wäre, hätte man sich
zwischenzeitlich nicht so weit hinten
reindrängen lassen. Und so bilanzierte
Fortuna-Trainer Meier auch nüchtern und
enttäuscht: „Es war ein rassiges Match, bei dem
weniger Fußball gespielt als Kampf gezeigt
wurde. Wir haben dabei über weite Strecken nicht
die Verbissenheit wie Emden gezeigt. Die Kickers
haben heute den größeren Willen gezeigt, der in
einer solchen Begegnung notwendig ist. 15 starke
Anfangsminuten und eine Viertelstunde zum
Schluss – das ist zu wenig gewesen. Wir haben
nicht das Potential abgerufen, über das wir
verfügen.“ Und dann reicht es beim
Tabellen-Zweiten eben auch nicht zu einem Punkt,
der durchaus möglich gewesen wäre. Und zum Thema
Zedi nur soviel: ich hoffe, der Typ bleibt bei
seinem Heimspiel-Fluch. Wenn der in der
Rückrunde auch noch gegen uns trifft, krieg ich
zuviel. Bislang hat er bei den Gastspielen der
Kickers in Düsseldorf allerdings noch nie
eingenetzt. Das macht Hoffnung, das kennen wir
aus seinen Düsseldorfer Zeiten nämlich auch kaum
anders.
Ein kleines
persönliches Highlight hatte ich natürlich
wieder einmal beim Dezimieren der Emder Bestände
an Krabbenbrötchen. Ich erwarb den köstlichen
Imbiss übrigens für unfassbare 1,80 € - im Juni
auf Norderney hatte ich noch 4,50 € für dieselbe
Mahlzeit bezahlt. Da aber alles andere an diesem
Spiel, wie schon geschildert, eigentlich wie
immer war und man sich somit die Anreise hätte
sparen können, war mein Fazit dieser Partie: 700
km gefahren – für zwei Krabbenbrötchen. Das
nenn ich mal dekadent!
Erwähnenswert auch
noch die problemlose An- und Abreise über die A
31, die allerdings dadurch gekennzeichnet ist,
dass es im Norden eigentlich nur eine einzige
Tankstelle direkt an der Autobahn gibt. Also
rollte ich auf dem Rückweg mit noch genau einem
Liter Sprit im Tank an der bewussten Tankstelle
Ems-Vechte ein, die binnen weniger Minuten
rot-weiß war, weil wohl fast sämtliche Fortunen,
die mit dem Auto angereist waren, dieselbe
Spritplanung hatten wie ich. Das hätte natürlich
eine nette Party werden können, wenn das
vorherige Ergebnis gestimmt hätte. Bemerkenswert
dabei aber der nette älterer Herr an der
Zapfsäule im Auto hinter mir, der mich ansprach.
Er war auf dem Weg von Borkum nach Hause, wollte
auch ins Stadion, hatte es aber zeitlich nicht
geschafft und ließ sich als Entschädigung von
mir einen kompletten Spielbericht geben, während
ich tankte. Nicht dass mir das sonderlich Freude
bereit hätte, aber immer wieder erstaunlich, wie
oft man quasi aus dem Nichts heraus auf die
Fortuna angesprochen wird…
Gesamtwertung nach
dem Spiel somit: enttäuscht, aber nicht
hoffnungslos. Also wie immer eben.
Alles wie immer
III
Okay, auf den
ersten Blick trifft die Überschrift auf die
Partie am 18.10.2008 selbstverständlich nicht
zu. Schließlich erschien der FC Bayern München
II zum allerersten Mal zu einem Spiel in
Düsseldorf. Dies war dann aber auch so ziemlich
die einzige Neuerung, denn beim 1:1 gegen die
kleinen Bayern vor doch erstaunlichen 13.000
Zuschauern zeigte Fortuna ein Heimspiel, das man
zumindest in den vergangenen 12 Monaten schon
mehrfach gesehen hatte. Namentlich seien hier
die Partien gegen Lübeck, Union Berlin,
Magdeburg oder Dresden und Paderborn genannt.
Obwohl, einen Unterschied gab es dann doch:
vorgenannte Partien gingen samt und sonders
verloren. Somit fast schon ein Fortschritt, dass
es noch zu einem Punkt reichte.
Was einem so
furchtbar bekannt vorkam, war die Tatsache, dass
Fortuna in der ersten Viertelstunde den Gegner
förmlich überrannte und im Minutentakt dicke
Chancen versiebte.
Direkt nach dem
Anpfiff zeigten die Fortunen das nötige
Engagement und griffen den Gegner weit in seiner
Hälfte an. Die Folge waren frühe Ballverluste
der Bayern und gute Chancen für die
Düsseldorfer. Nach vier Minuten hätte es schon
klingeln müssen: Mit einem langen Heber auf den
langen Pfosten bediente Cebe den Kopf von
Lawaree, aber der brachte das Kunststück fertig,
aus ca. zwei Metern Bayern-Keeper Kraft
anzuköpfen. Okay, kann passieren, nicht so wild,
denn aus auch nicht mehr als fünf Metern kam
Hergesell völlig frei an den Abpraller heran.
Dass er diesen Flugkopfball dann aber noch neben
das Tor setzte, weil der Torwart auch noch die
Fingerspitzen an den Ball bekam, das war schon
weniger erbaulich. Zwei solche Riesendinger
binnen drei Sekunden versiebt! Nur drei Minuten
später war es wieder der in der Anfangsphase
sehr agile Cebe, der diesmal mit einem
Alleingang für Gefahr sorgte, doch er traf nur
das Außennetz. Und erneut dauerte es nur weitere
vier Minuten bevor es wieder hätte krachen
können, diesmal mit einem Konter über Lambertz
und Lawaree, der aber auch nur am langen Pfosten
vorbei zielte. Es war jetzt schon zum
Haareraufen, erst recht, als dann genau das
eintrat, das wir so gut kennen: in der 15.
Minute ein Freistoß für Bayern, weit vom Tor
weg, hoch an die Strafraumgrenze, der Ball wurde
verlängert, ich meine sogar, von einem
Düsseldorfer, und Thomas Müller stand
goldrichtig, um aus fünf Metern zur völlig
unverdienten Führung abstauben zu können. Hatten
die Gäste bis dahin noch versucht, mitzuspielen,
zogen sie sich nun zurück, und die Fortuna lief
gegen ein Abwehrbollwerk an, was sie erst einmal
nicht auf die Reihe bekam, wie immer halt, wenn
man sich mal ein Gegentor fängt.
Gehandicapt wurde
die Fortuna zusätzlich durch den Ausfall von
Hamza Cakir, der mit einer Platzwunde unterhalb
der Augenbraue vom Platz musste und später mit
insgesamt neun Stichen genäht werden musste.
Schädelbrummen wahrscheinlich inklusive, denn
wer Cakir kennt, der weiß, dass der wegen so
etwas Läppischem wie einer Platzwunde nicht
schon nach einer halben Stunde freiwillig die
Segel streicht. Aber es ging halt nicht mehr.
Nach dem
Seitenwechsel agierten die Platzherren wieder
merklich engagierter, vor allem Caillas
erarbeitete sich zusammen mit Hergesell auf der
linken Seite ein Fleißkärtchen und sorgte mit
vielen guten Flanken von der linken Seite immer
wieder für Gefahr. Als auch das nicht half,
setzte Trainer Meier noch mehr auf Offensive und
nahm „Staubsauger“ Sieger vom Platz. Für ihn kam
der offensivere Marco Christ, der direkt mit
seinen ersten Aktionen für eine weitere Belebung
sorgte. Natürlich kamen die Gäste nun vermehrt
zu Kontern, von denen Melka den besten gegen
Yilmaz vereitelte. Ansonsten war der Auftritt
der Münchner nicht weiter erwähnenswert, mit
Ausnahme ihres Trainers, wie wir gleich noch
sehen werden. Auf der anderen Seite half dann
doch noch die Brechstange: in der 63. Minute
kurvt Caillas über links in den Strafraum ein
und spielt den Ball nach innen. Ein
Bayern-Spieler ist zur Stelle, aber seine Abwehr
landet wieder genau vor den Füßen von Caillas,
quasi ein schöner Doppelpass, der da gespielt
wurde. Caillas versucht es noch einmal mit einer
scharfen Hereingabe, Torwart Kraft kann abwehren
und legt die Kugel damit genau an einem
Abwehrspieler vorbei vor die Füße des wieder
genesenen Jovanovic, der keine Mühe hat, den
längst verdienten Ausgleich ins leere Tor zu
erzielen. Fortuna bemühte sich bis zum Schluss
um den Sieg, konnte aber das dafür notwendige
Tor nicht mehr machen, hatte natürlich auch noch
Pech, als der eingewechselte Kadah in der 86.
Minute mit einem Kopfball nur den Pfosten traf.
So gesehen war
dieses Spiel nicht Fisch und nicht Fleisch, für
keins der beiden Teams. Allerdings ließ die doch
durchgängig schlechte Leistung der Bayern-Bubis
deren Trainer Hermann Gerland nach dem Spiel im
Pressebereich explodieren. Der hatte eine solche
Stinklaune, man konnte nur noch den Kopf
einziehen und hoffen, dass das Gewitter schnell
vorüber sein würde. Fortuna-Offizielle, die ihn
ansprachen, bekamen ebenso einen mit wie der
WDR, dessen Reporter noch heute auf dem Rasen
der Arena stehen würde, wenn er denn auf das
eigentlich zugesagte Interview von Gerland
warten würde. Es war ganz großes Kino und
gipfelte in dieser schönen Aussage von Gerland,
die ich vorsichtshalber wörtlich zitiere, bevor
der Mann demnächst im Dunkeln meine Haustür
einschlägt und eine Richtigstellung fordern
kann. Hier also das, was Herrn Gerland nach dem
Spiel zu seiner Truppe einfiel: „Von unserer
Seite war das beste am Spiel das Ergebnis. Meine
Spieler turnen ja bei den Profis rum, bei der
Nationalmannschaft. Hier liefern sie ein
erbärmliches Spiel ab. Wir haben eine
Verpflichtung gegenüber unserem Namen Bayern
München. Aber heute haben wir den Namen
beschmutzt.“ So kann man ein 1:1 natürlich auch
sehen…ich weiß nicht, ob Bayern II auch sonntags
trainiert, wenn nein, hoffe ich, dass die Jungs
an dem Sonntag nach dem Spiel noch einmal
ordentlich ausgeschlafen haben, denn ab Montag
werden sie dazu unter Garantie nicht mehr
gekommen sein. Ein schönes Beispiel, wie man
sich an einem Samstag schon die gesamte kommende
Arbeitswoche versauen kann. Ganz großes Kino.
Neu! Neu! Neu!
Oder – Alles wie immer IV
Nach diesem im
Ansatz guten, aber im Ergebnis leider ziemlich
erfolglosen Spiel gegen die eine
Zweitvertretung, musste man gegen die andere
eine Woche später direkt das Schlimmste
befürchten. Denn es ging am 25.10.2008 zum VfB
Stuttgart II. Auch hier eine
Pflichtspiel-Premiere, aber Sorgen machen musste
man sich aus einem ganz anderen Grund: die
Stuttgarter stellten zu jenem Zeitpunkt die
stärkste Offensive der Liga, man hatte
diesbezüglich beeindruckende Referenzen, wie
z.B. ein 6:0 in Jena, ein 4:0 gegen
Braunschweig, ein 5:4 in Bremen oder 4:4 im
Lokalderby gegen die Stuttgarter Kickers, bei
dem man allerdings eine 3:0- und 4:1-Führung
noch aus der Hand gegebenen hatte. Die Abwehr
hingegen schien mit 15 Gegentreffern nach 10
Spielen alles andere als sattelfest. Aber wie
gesagt, der Angriff rollt bei den Schwaben. Die
haben drei Spieler, Johannes Rahn, Julian
Schieber und Sebastian Hoffmann, die vor dem
Spiel jeweils fünf Treffer auf dem Konto hatten,
insgesamt also fünfzehn. Die Torausbeute der
gesamten Fortuna-Mannschaft nach zehn
Spieltagen: ebenfalls fünfzehn. Da konnte einem
schon ein wenig mulmig werden…
Aber es kam
anders: Überraschend klarer 4:0-Sieg gegen
völlig überforderte Schwaben, damit hatte wohl
kaum jemand gerechnet. Bei strahlendem
Sonnenschein und herrlichem Herbstwetter hatte
Fortuna von Beginn an das Heft in der Hand, der
erste Torschuss des VfB konnte so um die 25.
Minute herum gesichtet werden. Da stand es
allerdings schon 0:1. In der 10. Minute Flanke
von Caillas in den Strafraum, Jovanovic bekommt
das Leder nicht unter Kontrolle, um selbst zum
Abschluss zu kommen, schirmt dann die Kugel
jedoch gut ab und legt für Lawaree ab, der aus
10 Metern Entfernung „durch die Hosenträger“
zweier Abwehrspieler flach rechts unten
einschießen kann. Auch in der Folgezeit
dominierte Fortuna das Spiel, ohne groß zu
glänzen, aber der Gegner bekam mal gar nichts
auf die Reihe.
Geradezu
sensationell das 0:2 in der 39. Minute: Halet
fängt hinten rechts einen Stuttgarter Angriff
ab, spielt erst Doppelpass mit Lambertz, dann
Doppelpass mit Lawaree, schon steht er mit dem
Ball mutterseelenallein auf der rechten
Angriffsseite. Eine butterweiche Flanke in die
Mitte, und dort ist Jovanovic und vollendet per
Flugkopfball zum 0:2. Ein wunderschönes Tor,
welches den Gastgebern den Zahn endgültig zog.
In der 2. Halbzeit
hatte Stuttgart genau einen halbwegs
gefährlichen Torschuss von der Strafraumgrenze,
bevor Fortuna den Sack in der 57. Minute
zumachte, 3:0 durch Foulelfmeter Langeneke. War
berechtigt, Cebe war frei zum Schuss gekommen
und dabei von hinten von Oldie Marijan Kovacevic
gestoßen worden, der Schiri guckte erst, ob der
Ball noch aufs Tor kam, was nicht der Fall war,
dann pfiff er Elfer. Langeneke verzichtete
diesmal darauf, dem Torwart noch eine zweite
Chance zu geben und hämmerte die Kugel direkt
ins zur Vorentscheidung ins Netz In der
Folgezeit schaukelte Fortuna das Spiel lässig
nach Hause, Cebe setzte in der 82. Minute noch
einen drauf, als er erst einen Gegenspieler
austanzte und dann aus ca. 18 Metern mit links
halbhoch ins rechte Eck traf. Nahezu eine exakte
Kopie seines Treffers zum 4:0 in Erfurt im Mai,
man konnte schon vom Ansatz ahnen, dass der
Schuss reingehen würde. Es war ein vollkommen
verdienter Sieg, der sogar noch höher hätte
ausfallen können, allein Cebe vergab noch zwei
Möglichkeiten, einmal aus 8 Metern völlig frei
vor dem Torwart nach tollem Zuspiel, einmal aus
16 Metern nach schöner Einzelleistung, in beiden
Fällen konnte der Keeper parieren. Lawaree kam
einmal auf Vorlage von Caillas einen Schritt zu
spät gegen den Keeper, und der eingewechselte
schöne Claus traf mit einer
Kopfballverlängerung, bei der der Keeper schon
geschlagen war, nur auf das Netz. Die
Stuttgarter konnten sich also wirklich nicht
beschweren. Der beste Sturm der Liga hatte genau
mal gar nix zu bestellen. Dass Fortuna die
Stuttgarter derart lässig auseinander nahm und
die beste Saisonleistung zeigte, das war das
Neue an diesem Tag. Aber auch die „Wie
immer“-Statistik kam nicht zu kurz: wieder im
Waldau-Stadion der Stuttgarter Kickers gespielt,
wieder eine problemlose Anreise, wieder bestes
Wetter, wieder ein Sieg – alles wie im August.
Wir waren also zweimal binnen knapp drei Monaten
in Stuttgart-Degerloch, zwei Siege, sechs
Punkte, 6:0 Tore. Ich fahr gern nach Stuttgart,
glaube ich.
Der VfB konnte
sich immerhin über 1.900 Zuschauern freuen.
Diese für ein Heimspiel von Stuttgart II doch
recht erstaunliche Zahl resultierte zum einen
aus über 900 Fans aus Düsseldorf, für die es
sogar einen Sonderzug gab sowie zum anderen
daraus, dass der VfB aus dem Spiel noch
kurzfristig einen „Familientag“ gemacht hatte,
mit reduzierten Eintrittspreisen für Familien
bzw. freiem Eintritt für Kinder, die Mitglied in
deren „Kids Club“ waren. Von Stuttgarter Seite
war allerdings während der gesamten Spielzeit
nichts zu hören, während der Fortuna-Anhang groß
auftrumpfte und 90 Minuten Stimmung verbreitete.
Als Höhepunkt wurde zu Beginn der zweiten
Halbzeit eine Ecke des Spielfeldes in ein
rot-weißes Meer fliegender Papierrollen
getaucht, während man den „Karneval in
Stuttgart“ und „Die längste Theke der Welt“
besang. Diese Aktion kann auch durchaus als
Bewegungstherapie bewertet werden, denn als
Schiri Hammer das Spiel unterbrach, um das
Spielfeld säubern zu lassen, da beteiligte sich
auch Fortuna-Keeper Melka an der Aufräumaktion.
Der hat somit an jenem Nachmittag mehr
Papierrollen als Bälle in den Händen gehalten.
Stuttgarts Trainer
Rainer Adrion war über das Spiel derart
verblüfft, dass er sogar mit einem seiner
Vergleiche bei der Analyse daneben lag. So
bezeichnete er die Partie als ein Spiel „ICE
gegen Regionalexpress“. Da es sich aber just um
jenes Wochenende handelte, an dem die Bahn ihre
Züge der Bauart „ICE-T“ für
Überprüfungsmaßnahmen aus dem Verkehr zog, was
natürlich Zugausfälle und Verspätungen zur Folge
hatte, stellte sich schon die Frage, welches
Team an diesem Tag der Zustand der ICE-Flotte
der Bahn realitätsnah dargestellt hatte. Wie dem
auch sei, ein schöner Nachmittag.
Und so finden wir
die Fortuna nach elf Spieltagen mit 20 Punkten
in der Spitzengruppe, ein ganz ordentlicher
Wert, wobei natürlich besonders die beiden
verschenkten Punkte gegen Bayern II weh tun.
Zeit zur Entspannung gibt es allerdings nicht,
denn es geht bereits am Mittwoch mit dem
Heimspiel gegen die Offenbacher Kickers weiter,
gefolgt von der Partie beim aktuellen
Spitzenreiter Union Berlin, die auf Sonntag, den
02.11.08 terminiert wurde. Von den letzten sechs
Spielen wurde nur eins verloren, darauf kann man
aufbauen. Wenn jetzt die Verletztenliste ein
wenig kleiner werden würde (aktuell stehen mit
Kastrati und Sahin ja wieder zwei Stürmer drauf,
also von dem Mannschaftsteil, mit dem wir nun
wirklich nicht überreich gesegnet sind in dieser
Saison), sodass der Trainer mal öfter die Qual
der Wahl hätte, sähe es auch noch besser aus.
Wobei, viel besser als gegen Stuttgart geht
eigentlich nicht. Also, ganz im Sinne von „Alles
wie immer“: macht`s noch einmal, Jungs! Und dann
geht`s mit breiter Brust nach Berlin. Und dass
wir dort etwas holen können, haben wir schon
letzte Saison bewiesen.
So langsam wird`s
interessant, denkt: janus |